Rackjobbing / Deko / Deko-Aktion / Umbauservice

Rackjobbing ist eine Dienstleistung, die besonders im Einzelhandel und an allen POS-Stellen (Point of Sale) nutzbar ist. Sie lohnt sich für beide beteiligten Firmen und auch für den Kunden.

Was ist Rackjobbing?

Der Begriff Rackjobbing, auch Rack-Jobbing, beinhaltet „rack“ für Regal und „jobbing“ für Aushilfsarbeiten. Damit wird die Dienstleistung einer Fremdfirma beschrieben, die sich vor allem in Ladengeschäften anbietet. Der Rackjobber mietet Regalmeter oder Standflächen, arbeitet auf eigene Rechnung und eigenes Risiko.

Der Firmeninhaber bekommt dafür einen Teil der Erlöse.

Wie läuft Rackjobbing ab?

Beim Rackjobbing sind kassennahe Plätze besonders begehrt, beispielsweise Regale oder Theken für Verkaufsdisplays. Es können Flächen diverser Größen, auch ganze Etagen angemietet werden. Der Rackjobber ist als Angestellter für nur eine Fremdfirma oder als Selbstständiger für mehrere tätig und kontrolliert die Produkte in Eigenverantwortung. Er zeichnet die Waren selbst aus, kümmert sich um Lieferungen, Aktualität und Präsentation. Entweder kassiert er selbst oder der Händler übernimmt diese Aufgabe und rechnet separat ab.

Große Rackjobberfirmen beschäftigen einen Außendienst. Der Rackjobber kommt normalerweise während der offiziellen Arbeits-/Öffnungszeiten ins Haus.

Ziele des Rackjobbings

  • Der Rackjobber erweitert das Händlerangebot, indem er verwandte Produkte für neue Zielgruppen präsentiert. Das Haus wird attraktiver.
  • Der Händler spart Personal beziehungsweise Arbeitsstunden für diese Fläche und erhöht seinen Gewinn, ohne selbst zu investieren.
  • Die Kunden schätzen das breitere Sortiment, kommen öfter und länger ins Haus und kaufen mehr ein.

Jeder Rackjobber kann seinen Bereich innerhalb hauseigener Vorgaben umbauen, dekorieren, neue Möbel aufstellen, spezielle Warenpräsentationen aufbauen, Merchandising anbieten und Marketingaktionen fahren.

Vorteile und Nachteile

  • Ein gutes Rackjobbing bringt mehr Kunden ins Haus und höhere Umsätze in die Kassen. Die Kunden sollten sich selbst bedienen können, ansonsten wird Fremdpersonal gestellt. Das Inkasso liegt beim Händler.
  • Rackjobber können Waren anbieten, die sie anders kaum absetzen würden.
  • Die Kunden entdecken Neuware und bleiben länger im Haus. Meist kaufen sie mehr ein, vor allem, wenn Kassen in Sichtweite sind.
  • Als Nachteil kann gelten, dass der Händler seine Fläche vertragsgemäß erst nach einer vereinbarten Frist wieder selbst nutzen kann. Spontane Sortimentsideen lassen sich nicht sofort umsetzen.
  • Ein weiterer Nachteil: Der Händler muss meist akzeptieren, dass seine Angestellten teilweise auch diese Regale oder Flächen mitbedienen werden, wenn Kunden Fragen haben; andererseits kennen die Angestellten sich dabei selten aus. Kommentare wie „Damit haben wir nichts zu tun“ oder „Ich weiß darüber nicht Bescheid“ können sich nachteilig auf die Kundeneinkaufslaune auswirken.
  • Warenrücknahmen, Gutscheine und andere Serviceleistungen bezüglich der Fremdware können vom Händler oft nicht bearbeitet werden; alternativ muss sein Personal lernen, mit diesen kritischen Momenten umzugehen, ohne die Kunden zu verärgern.

Beispiele

Supermärkte und Kaufhäuser:

  • Info-, Beratungs- und Verkaufsstände für Zeitungsabonnements
  • Regionaler, frischer Spargel nahe der Gemüseabteilung
  • Schreibwarenecken im Buchhandel
  • Käse-/Weinverkostungen inklusive Produktverkauf
  • Markenmode mit eigener Etage oder größeren Flächen
  • Markenwerkzeug im Heimwerkermarkt: Vorführung und Beratung durch Fremdpersonal

Messen/Ausstellungen:

  • Dienstleister mit Infostand im Foyer
  • Themenverwandte/-relevante Firmen und Institutionen auf dem Freigelände

Allgemein:

  • Shop-in-Shop-Systeme